BZF Fragenkatalog: So lernst du die 261 Prüfungsfragen effizient
Der offizielle BZF-Fragenkatalog hat 261 Fragen. So gehst du ihn durch, ohne stumpf auswendig zu lernen, und behältst, was wirklich hängen bleiben muss.
Von funkraus · 28. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Der schriftliche Teil der BZF-Prüfung ist kein Rätsel. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht den kompletten Fragenkatalog vorher als PDF, aktuell mit 261 Fragen. Die Herausforderung ist nicht, die Fragen zu finden, sondern sie so zu lernen, dass du sie in der Prüfung unter Zeitdruck sicher beantwortest.
Was im Katalog steckt
Die 261 Fragen verteilen sich grob auf drei große Themenbereiche:
| Bereich | Worum es geht |
|---|---|
| Rechtliche Grundlagen | Zeugnisse, Zuständigkeiten, Vorschriften |
| Betriebsverfahren | Sprechfunkverfahren, Rufzeichen, Luftraum, Wetter |
| Not- und Dringlichkeitsverfahren | MAYDAY, PAN PAN, Funkausfall |
In der Prüfung bekommst du 100 der 261 Fragen zufällig ausgewählt, mit 60 Minuten Zeit und mindestens 75 richtigen Antworten zum Bestehen. Den kompletten Ablauf findest du in BZF Prüfung: Ablauf, Kosten und Anmeldung.
Warum reines Auswendiglernen riskant ist
Viele versuchen, sich die 261 Fragen mit ihren Antwortbuchstaben einzuprägen. Das Problem: In der echten Prüfung stehen die Antwortmöglichkeiten oft in anderer Reihenfolge als im PDF, das du gelernt hast. Wer sich nur "Frage 47, Antwort C" merkt, wird in der Prüfung unsicher, sobald C plötzlich woanders steht oder anders formuliert ist.
Was wirklich hilft: den Inhalt hinter der Antwort verstehen, nicht die Position. "Warum ist genau diese Antwort richtig?" ist die bessere Frage als "Welcher Buchstabe war das noch mal?".
Eine Lernmethode, die funktioniert
- Thematisch statt der Reihe nach. Lerne Luftraum-Fragen zusammen, dann Wetter-Fragen, dann Notverfahren. Zusammenhängendes Wissen bleibt besser hängen als eine zufällige Reihenfolge.
- Erklärung statt Antwortbuchstabe. Lies bei jeder Frage, warum die richtige Antwort richtig ist und warum die falschen es nicht sind. Das baut Verständnis auf, das auch bei umformulierten Fragen trägt.
- Schwierige Fragen markieren. Führe eine eigene Liste der Fragen, bei denen du zweimal überlegen musstest. Wiederhole gezielt diese Liste, statt jedes Mal wieder alle 261 Fragen durchzugehen.
- Unter Zeitdruck üben. 100 Fragen in 60 Minuten sind 36 Sekunden pro Frage. Übe deshalb auch mit einer laufenden Uhr, nicht nur in Ruhe.
- Am Ende eine vollständige Simulation. Einmal alle 100 Fragen am Stück, in der echten Zeit, gibt dir das ehrlichste Bild davon, ob du bereit bist.
So ist das im funkraus-Kurs eingebaut
Der komplette Fragenkatalog steckt nicht als separate Liste im Kurs, sondern genau dort, wo du das passende Wissen gerade lernst: Die Fragen zu Luftraum stehen in der Luftraum-Lektion, die zu Wetter in der Wetter-Lektion. Zu jeder Antwort gibt es sofort eine Erklärung, nicht nur "richtig" oder "falsch". Fragen, bei denen du unsicher warst, merkst du dir mit einem Klick auf "Merken" und findest sie gesammelt in deinem Bereich wieder, um sie gezielt zu wiederholen. Am Ende jedes Tracks wartet eine vollständige Prüfungssimulation mit 100 Fragen und 60 Minuten Zeit, im echten Format.
Häufige Stolpersteine
- Zahlenfragen falsch einschätzen. Fragen zu Frequenzen, Höhen oder der Notfrequenz 121,500 MHz wirken banal, werden aber oft falsch beantwortet, weil man sich zu sicher fühlt und nicht genau liest.
- Ähnlich klingende Kürzel verwechseln. RMZ und TMZ, HJ und HN: Lies bei diesen Fragen die Frage zweimal, bevor du antwortest.
- Die Reihenfolge der Rangfolge von Meldungsarten. Not-, Dringlichkeits-, Peilfunk-, Flugsicherheits-, Wetter- und Flugbetriebsmeldungen haben eine feste Rangfolge, die gern verwechselt wird.
- Nur die deutschen Fragen üben, wenn du BZF I machst. Der schriftliche Teil ist für BZF I und BZF II identisch, aber vergiss beim Üben nicht die englischen Funkverfahren für den praktischen Teil.
Kurz zusammengefasst
- Der Katalog hat 261 Fragen, in der Prüfung kommen 100 davon dran, 75 richtige reichen zum Bestehen.
- Lerne den Inhalt einer Antwort, nicht ihre Position im PDF.
- Markiere schwierige Fragen und wiederhole gezielt sie, nicht immer den ganzen Katalog.
- Eine vollständige Simulation am Ende zeigt ehrlich, ob du bereit bist.


